Der Berg ruft. Wenn du es liebst, mit dem Snowboard die Piste hinabzuflitzen oder gemächlich durch weiße Winterwälder mit Langlaufskiern zu gleiten, hast du sicher schon mal von Schneeblindheit gehört. Das ist ein Phänomen, das man eher bei Themen wie „Himalaya-Besteigung ohne Sauerstoffgerät“ verortet. Das täuscht.  

Denn auch für ganz normale Hobby-Alpinist:innen kann Wintersport oder Schnee, beziehungsweise sehr helle Oberflächen, zur sogenannten Schneeblindheit führen. Der Fachbegriff lautet: Photokeratitis.  

Wir verraten dir in diesem Artikel, wie du dich gegen Schneeblindheit schützen kannst. Und woran du merkst, dass du betroffen bist, was du im Akutfall selbst unternehmen kannst oder wann du besser zum Arzt oder zur Ärztin solltest. Danach zeigen wir dir, wie wir dich bei eyes + more mit Beratung zu UV-Schutz und einem kostenlosen Sehtest unterstützen können. 

Warum Winterlicht so tückisch ist 

Im Winter wirkt die Sonne oft harmlos, weil es kalt ist. Für die Augen zählt aber nicht die Temperatur, sondern die Menge an UV-Licht, die ankommt. Helle Flächen wie Schnee oder Eis werfen Strahlen zurück, und Wolken sind kein sicherer Filter. Auch Schneeblindheit ohne Sonne ist möglich, etwa bei bedecktem Himmel, wenn du lange draußen bist.  


Schneeblindheit: Ursachen, Symptome, Merkmale

Schneeblindheit entsteht, wenn zu viel UVB-Strahlung auf die Hornhaut trifft, besonders bei Höhenlage und starker Reflexion. 

  • Ursachen: UV-Licht auf Schnee, Eis oder Wasser, Höhenlage, fehlender UV-Schutz, Skitag mit Wind, vergessene Sonnenbrille, schlecht sitzende Skibrille 
  • Symptome: brennende Schmerzen, starkes Tränen, gerötete Augen, Sandkorngefühl, Lichtempfindlichkeit, verschwommenes Sehen, Kopfschmerz 
  • Merkmale: Beschwerden beginnen oft erst nach Stunden, beide Augen sind häufig betroffen, Augen lassen sich kaum offen halten, Lesen und Bildschirm sind unangenehm

Was ist Schneeblindheit und ist Schneeblindheit heilbar? 

Was ist Schneeblindheit im Klartext? Die oberste Zellschicht der Hornhaut wird durch UV-Licht gereizt und braucht Zeit, um sich zu erholen. In den meisten Fällen ist Schneeblindheit heilbar, weil die Hornhaut sich regeneriert, solange keine weitere UV-Belastung dazukommt. Schneeblindheit gilt als sehr schmerzhaft, ist aber meist vorübergehend und wird durch UVB Strahlung ausgelöst.  

 

Schneeblindheit was tun: Soforthilfe und Behandlung 

Wenn du Schneeblindheit vermutest, meide sofort helles Licht, halte die Augen möglichst geschlossen und reibe nicht. Kühle, saubere Umschläge auf den geschlossenen Lidern können die Beschwerden lindern. Kontaktlinsen solltest du, wenn möglich, herausnehmen. Bei der Schneeblindheit Behandlung geht es vor allem um Schonung und Symptomlinderung, zum Beispiel mit befeuchtenden Tropfen, die die Augenoberfläche angenehmer machen. Kalte Kompressen und künstliche Tränen werden dabei als unterstützende Maßnahmen genannt. 


Schneeblind – wann zum Arzt 

Wenn die Schmerzen stark sind, das Sehen deutlich schlechter wird, du ein Auge nicht öffnen kannst, oder wenn nach 24 Stunden keine klare Besserung eintritt, sollte das ärztlich abgeklärt werden. Das gilt auch, wenn du unsicher bist, ob es wirklich Schneeblindheit ist oder etwas anderes dahintersteckt. 

 

Hausmittel und Schneeblindheit Therapie 

Wenn es brennt, ist der Griff zum Hausmittel verlockend. Kartoffel, Milch oder Teebeutel auf dem Auge sind aber keine gute Idee, weil sie reizen oder Keime einschleppen können. Für Teebeutel gilt außerdem: Es gibt keinen belastbaren Nachweis, dass ein Teebeutel besser hilft als eine normale Kompresse. Sinnvoll sind nur Dinge, die die Oberfläche nicht zusätzlich stressen: Dunkelheit, Schonung, kühle Kompressen und bei Bedarf befeuchtende Tropfen. Eine spezielle Therapie für Schneeblindheit besteht meist darin, weitere UV-Belastung zu vermeiden und die Zeit arbeiten zu lassen. 

 

Symptome und Folgen 

Meist heilt die Hornhaut vollständig ab. Trotzdem solltest du ärztlich abklären lassen, was los ist, wenn du starke Sehprobleme hast, wenn Eiter da ist oder wenn du nach einem Tag keine klare Besserung spürst. So schützt du deine Augen und bist schnell wieder fit. 

 


Schneeblindheit: Wie lange dauert das? 

Viele Betroffene spüren nach ein bis zwei Tagen eine deutliche Besserung, manchmal dauert es länger. Wie lange das anhält, hängt davon ab, wie stark die UV-Belastung war und ob du die Augen danach konsequent schützt. Plane lieber einen ruhigen Tag ein, statt dich durch den nächsten Skitag zu quälen. 

 

Vorbeugung: Brille gegen Schneeblindheit 

Der beste Plan ist, gar nicht erst zu viel UV-Strahlen an die Augen zu lassen. Eine Sonnenbrille mit 100 Prozent UV-Schutz ist im Schnee keine Eitelkeit, sondern Grundausstattung. Für Sport in Kombi mit Tempo ist oft eine Skibrille ein sinnvoller Schutz vor Schneeblindheit.  Weil sie seitlich abschirmt und auch bei Wind schützt. Achte auf guten Sitz, passende Filterkategorie und darauf, dass du sie auch bei bewölktem Wetter trägst. 

Beratung durch Optiker bei eyes + more

Wenn du viel draußen bist oder Wintersport liebst, lohnt sich ein Check deiner Sehgewohnheiten. Bei eyes + more beraten wir dich, welche Brillengläser und Fassungen für UV-Schutz, Sport und Alltag sinnvoll sind, und welche Lösungen für deine Skibrille oder Sonnenbrille am besten passen. Ein kostenloser Sehtest zeigt außerdem, ob deine Sehstärke noch stimmt.